Trotanoy

Die 7 ha sind mit 90 % Merlot 10 % Cabernet Franc bestückt. Der Boden besteht aus lehmigem Kies und dunklem Lehm. Produziert werden 25 000 Flaschen.

Das Anwesen, dessen Boden zu hart war, zu bearbeiten

Die Abstammung des Namens Trotanoy kommt aus dem mittelalterlichen Französisch „trop anoi“ oder „trop ennuie“: wörtlich, zu viel Sorge, zu ermüdend. Der Boden ist eine sehr dichte Mischung von Ton und Kies, der dazu neigt, nach dem Regen zur einer fast betonähnlichen Masse zu werden. Er trocknet aus und es ist keine leichte Aufgabe, den Boden zu pflügen. Bevor es Traktoren gab, mussten Pferde oder Ochsen den Pflug ziehen.

Trotanoy liegt am Westrand des zentralen und höchsten Hangs von Pomerol. In der Mitte dieses Plateaus liegt Château Petrus umgeben von Lafleur, La Fleurs Petrus, Gazin, L’Evangile, Conseillante, Petit – Village und Vieux Château Certan. Einige hundert Meter weiter stoßen Sie auf einen Weingarten von 9 ha mit sehr alten Rebstöcken. Das ist Trotanoy, seit 1953 im Besitz der Familie Jean – Pierre Moueix, dem Erzeuger eines eindrucksvollsten, tief konzentrierten Weins.

Die Geschichte
Am Ende des 18. Jahrhunderts, war „Pomerol – Giraud, Cru de Trotanoy“ der Name. Dieser war Eigentum der Demay Familie. Trotanoy war derzeit das größte Château. Es umfasste 25 Hektar in mehreren getrennten Parzellen und machte 40-60 tonneuxs Wein (ein tonneux ist ein künstliches Maß, entweder vier große Fässer oder 1200 Flaschen Wein).

1898 gab es eine Teilung des Eigentums, um ein Erbproblem zu vermeiden. Während der 1920er Jahre wurden weitere Parzellen verkauft. Vor 1929 waren nur 11 Hektare zu nutzen, 25 tonneuxs wurden erzeugt. Das Zeitalter von Giraud, das mehr als zwei Jahrhunderte dauerte, lief nach dem Krieg ab. Trotanoy, jetzt ein Société Civile, wurde durch die M. Pécresse gekauft, der 1953 an Jean – Pierre Moueix verkaufte.

Der Weingarten

Trotanoy neigt sich freundlich nach Westen. Der Boden am höchsten Punkt hat ein gutes Verhältnis von Kies und Lehm. Unter diesem Ton ist ein Untergrund von sandigem Kies, der liegt auf einer undurchlässigen Schicht des harten, eisenreichen Bodens, bekannt als „crasse de fer“ oder „machefer“. Das durchschnittliche Alter der Rebstöcke ist sehr eindrucksvoll. Als Jean – Pierre Moueix Trotanoy 1953 kaufte, bestand der Weingarten aus Weinreben, die 25 Jahre alt waren; seitdem sind nur zwei Hektar aus beiden Rebsorten erneuert worden. Es gibt jetzt 9 produktive Hektar insgesamt, 8 mit Merlot, 1 ha mit Bouchet (als Cabernet Franc im Libournais).

Der Wein
Trotanoy wird auf die ziemlich gleiche Weise wie Petrus gemacht. Er ist vinifiziert in kleinen Beton Fässern. Die Produktion ist selten mehr als zwei tonneauxs pro Hektar. Trotanoy ist ein tiefer und reich konzentrierter Wein, in seiner Jugend manchmal massiv wie Petrus, mit einer unermesslichen Farbe und einer Nase von großer Dichte, wiederholt auf dem Gaumen mit einem sahnigen, fast bitteren, schokoladenbraunen Geschmack. Der Wein braucht lange Zeit, um reif zu werden. Dann zeigt er eine enorme Komplexität, sehr außergewöhnliche Struktur und sehr intensive Geschmacksnoten. Die Gärung dauert 10 Tage, eine weitere Woche bleibt die Maische stehen. Der Wein bleibt danach ca. 2 Jahre auf größtenteils neuen Eichefässern.